Forschungs­projekte Medien- und Kommunika­tionswissen­schaft

Ich bin Medien- und Kommunikationswissenschaftlerin und zusätzlich ausgebildete Mediatorin für soziale Konflikte (ausgebildet nach ZMediatAusbV). Meine Schwerpunkte in der Forschung liegen sowohl in der Kommunikations- als auch Medienwissenschaft. Mich interessieren, die Dynamiken und die Inhalte pressemedialer und nutzergenerierter Inhalte bei konfliktreichen und krisenhaften Themen.

Hauptberuflich bin ich Post-Doc am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Leipzig (Deutschland). Hier erforsche ich seit April 2021 gemeinsam mit Prof. Dr. Christian Pentzold die medienkommunikative Rahmung von Big Data. In diesem Projekt untersuchen wir aus einer Kultur-, Zeit- und Ländervergleichenden Perspektive die diskursive Rahmung von Big Data mit Hilfe von sowohl manuellen als auch automatisierten Inhaltsanalysen, Topic Modelling, Zeitreihenanalysen und NLP-Verfahren

Framing Big Data: The Media Framing of Aggregate Data and New Data-Based Processes in Comparison of Communicative Forms, Time Periods, and Countries (2021-2024) (more information)

In meiner Dissertationsschrift untersuchte ich die sozio-technischen Affordanzen bei medialer Thematisierung. Ich erforschte, inwiefern sich durch die Techniken journalistische Thematisierungsprozesse verändern. 2020 wurde ich mit dem Dissertationspreis „Medien – Kultur -Kommunikation“ 2020 von der DGPuK-Fachgruppe Soziologie der Medienkommunikation und dem Springer VS Verlag ausgezeichnet.
Transcripitive Keywords: Digital Culture and Communication; Media Industries and Cultural Production; Affordances, Socio-Technical Artefacts

In meiner praktischen Tätigkeit als Mediatorin arbeite ich nach den Prinzipien der Transformativen Mediation. Dieser Ansatz ist kommunikativ-sozial wirksam und Prozessbegleitend zum Konflikt. Alle Streitpartien erkennen ihre Möglichkeiten zum persönlichen Empowerment aus alten, destruktiven Rollen und Handlungsmustern, die auch gesellschaftlich vorgeprägt sein können. Die Mediation wirkt friedensstiftend und transformativ – für die Konfliktparteien und für den Konflikt.

weitere Forschungsprojekte waren und sind:

Dezember 2021:
Workshops zu Mediation und Verständigung an der Hochschule Macromedia, Leipzig;
geplant für die Masterstudiengänge Medien- und Kommunikationsmanagement, Unternehmenskommunikation, Brand Management und Business Management

Oktober 2020-Februar 2022 (abgeschlossen):
Diversität in den Medien: Expert:innen in MDR-Informationsprogrammen
Programmanalyse zum Anteil von Expertinnen und Experten in den MDR Redaktionen: MDR aktuell, MDR am Nachmittag, Politische Magazin, Wirtschaft Ratgeber sowie Brisant im Untersuchungszeitraum Oktober bis Dezember 2021; hierzu habe ich 2020 eine Erststudie gemeinsam mit Prof. Dr. Patrick Donges durchgeführt; Untersuchungszeitraum war Oktober 2019 bis März 2021

seit Mai 2019 (laufend):
Journalistische Organisationsnetzwerke
Entwicklung und weltweite Vernetzung von Journalistischen Recherchenetzwerken im Zeitraum 2008-2018; gemeinsam mit Dr. Uwe Krüger und Florian Finke (Universität Leipzig), zuletzt im September 2019 mit Tagungsbeitrag auf der Globale Investigative Journalism Conference in Hamburg.

2015 – 2016 (abgeschlossen):
Ukraine- (Krisen-) Berichterstattung für die Jahre 2013/2014 unter dem Gesichtspunkt der akteurszentrierten Polarisation
Entwicklung automatisierter Textanalyseverfahren, gemeinsam mit Prof. Dr. Christoph Dahlitz, Bereich Informatik und Mathematik, Hochschule Krefeld

in den Jahren 2013 – 2015 sowie 2009 – 2011:
Fernsehen in Ostdeutschland. Eine Untersuchung zum Zusammenhang zwischen Programmangebot und Rezeption unter Prof. Dr. Stiehler und Prof. Früh (erschienen in der TLM Schriftenreihe)

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